Labore und Infrastrukturen von morgen: Was wirklich den Unterschied macht
Wie sehen Labore aus, die den Arbeitsalltag tatsächlich erleichtern? Moderne Infrastruktur verbindet Flexibilität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Future of Life Sciences-Area an der Ilmac Lausanne zeigt, wie diese Ansätze heute und in Zukunft konkret umgesetzt werden.
Nicht die Grösse eines Standorts entscheidet über seine Zukunftsfähigkeit, sondern seine Anpassungsfähigkeit im Alltag. Moderne Labor- und Produktionsinfrastruktur muss heute effizient, sicher und nachhaltig sein – vor allem aber den Menschen im Labor konkret helfen, besser zu arbeiten. Genau hier liegt der entscheidende Hebel für Innovationskraft in Chemie und Life Sciences.
Wie solche Infrastrukturen heute bereits gedacht und umgesetzt werden, zeigt sich zunehmend nicht mehr nur in einzelnen Technologien, sondern im Zusammenspiel von Labor, Produktion, Digitalisierung und Organisation sowie in der Diskussion zentraler Zukunftsfragen auf der Bühne der Future of Life Sciences-Area. Dieser ganzheitliche Blick steht im Fokus der Area, die 2026 erstmals an der Ilmac Lausanne realisiert wird.
Von statischen Flächen zu adaptiven Arbeitsumgebungen
In vielen Laboren bestimmen noch immer feste Raumstrukturen, aufwendige Umbauten und lange Stillstandszeiten den Alltag. Gleichzeitig ändern sich Projekte, Methoden und Teams immer schneller. Zukunftsfähige Standorte setzen deshalb auf modulare Konzepte: standardisierte Raumraster, mobile Medienversorgung oder flexibel zonierbare Sicherheits- und Reinraumbereiche.
In der Praxis bedeutet das: Labormitarbeitende können Arbeitsplätze rasch an neue Versuchsaufbauten anpassen, ohne monatelange Planungs- oder Umbauphasen. Für KMUs ist diese Flexibilität entscheidend, denn Investitionen müssen mitwachsen können, ohne den Betrieb zu blockieren.

Digitalisierung, Automatisierung und der Mensch im Zentrum
Digitale Infrastruktur ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie den Laborbetrieb messbar verbessert. Vernetzte Sensorik, integrierte Lab- und Building-Management-Systeme sowie digitale Zwillinge schaffen Transparenz über Energieflüsse, Anlagenzustände und Raumnutzung – in Echtzeit.
Gleichzeitig zeigt sich zunehmend, wie stark Automatisierung den Arbeitsalltag verändern kann. Repetitive Prozesse lassen sich heute gezielt aus dem manuellen Betrieb herauslösen. Labormitarbeitende gewinnen dadurch Zeit für Analyse, Qualitätssicherung und Entscheidungsfindung, was ein spürbarer Vorteil angesichts von Fachkräftemangel und steigenden regulatorischen Anforderungen ist.
Genau diese Wechselwirkung zwischen Technologie, Infrastruktur und Arbeitsrealität macht die Future of Life Sciences-Area greifbar: Sie bringt Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen – von Forschung und Entwicklung über Produktion bis hin zu digitalen Betriebsmodellen – und zeigt sie anhand konkreter Anwendungen.
Nachhaltigkeit als integrierter Bestandteil moderner Infrastruktur
Labore zählen zu den energieintensivsten Gebäudetypen. Zukunftsfähige Infrastruktur setzt daher dort an, wo der grösste Hebel liegt: bei Lüftung, Kälte, Druckluft und Wärme. Bedarfsgerechte Systeme, smarte Regelstrategien und Wärmerückgewinnung senken Emissionen ebenso wie Betriebskosten. Ergänzend gewinnen kreislauforientierte Bau- und Installationskonzepte an Bedeutung, da sie Umbauten mit weniger Abfall und kürzeren Stillstandszeiten ermöglichen.
Von der Theorie zur Anwendung

Wie diese Ansätze heute bereits umgesetzt werden, zeigt die Ilmac Lausanne vom 23. bis 24. September 2026. In der Future of Life Sciences-Area werden nicht einzelne Trends isoliert betrachtet, sondern Lösungen in ihrem Zusammenhang gezeigt, etwa wie digitale Infrastruktur, Automatisierung und nachhaltige Gebäudekonzepte gemeinsam wirken.
Die Besuchenden erhalten damit fundierte Erkenntnisse:
- wie sich der Laboralltag durch neue Infrastruktur- und Automatisierungskonzepte verändert
- welche Ansätze für KMUs realistisch und skalierbar sind
- wie Compliance, Effizienz und Nachhaltigkeit zusammengedacht werden können

Ab April gibt das Programm der Future of Life Sciences-Area detaillierte Einblicke in die geplanten Inhalte. Mit Siemens, H.Lüdi und QPS sind bereits erste Unternehmen vertreten, die praxisnahe Anwendungen zeigen. Darunter ein Laborroboter, der verdeutlicht, wie Automatisierung heute konkret im Laborbetrieb eingesetzt wird. Der Bereich wird gemeinsam mit wichtigen Partnern gestaltet, darunter The Futuring Alliance, Siemens, HDI, Laborplaner Tonelli sowie Ausstellenden der Ilmac.
Mit Ilmac 365 bietet die Plattform zudem neben der Ilmac vor Ort das ganze Jahr über relevante Inhalte, Updates und Networking-Möglichkeiten für die Community. So sind ab April die Ausstellenden der Ilmac Lausanne sowie erste Programmpunkte für den Herbst hier einsehbar. Gleichzeitig startet der Ticketverkauf über den Online-Ticketshop.