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Für saubere Daten – gegen «Corona-Phishing»

ILMAC Kurzbericht Nr. 4: Für saubere Daten – gegen «Corona-Phishing». Es gibt kaum so etwas Sensibles wie Labordaten. Ihre Integrität zu sichern ist und bleibt eine Herausforderung.

› Viele Fragen zur Datenintegrität – Antworten auf der Messe

Für saubere Daten – gegen «Corona-Phishing»

Es gibt kaum so etwas Sensibles wie Labordaten. Ihre Integrität zu sichern ist und bleibt eine Herausforderung. Zwei grundlegende Strategien können zum Erfolg führen.

Auf dem Markt findet sich das Versprechen von Datenintegrität in vielen Variationen: Vom einzelnen datenintegren Gerät über ein Ensemble von mehreren bis zur übergreifenden Software-Plattform. Jedes hat seine Berechtigung.

Beispiel 1

Ein Kreispolarimeter bietet eine automatische Identifizierung von Küvetten und Quarzkontrollplatten und eine Füllvorgangsprüfung mit der eingebauten Kamera. Diese Daten werden als Zusatzinformationen an die gemessene optische Drehung angeheftet. So entsteht ein komplettes Protokoll in Übereinstimmung mit den FDA-Regelungen (21 CFR Part 11).

Beispiel 2

Ein Hersteller vernetzt mehrere seiner Tischgeräte und baut darüber eine Softwareplattform. So fasst er beispielsweise Titratoren, Dichte- und pH-Messgeräte zu einem datenintegren Ganzen zusammen.

Beispiel 3

Ein Labor muss neue Waagen anschaffen und möchte sie mit seinen Titratoren zu Multiparameter-Messsystemen vernetzen. Einige Gerätehersteller haben bereits reagiert und bieten die Möglichkeit zur Einbindung bestimmter Drittanbieter unter Wahrung der Datenintegrität.

Aus der Sicht eines Labors kann sowohl «top down» (vom übergreifenden Gesamtsystem zu den einzelnen Geräten) als auch ein «bottom up» (von Einzelgeräten zu einem umfassend vernetzten System) zum Erfolg führen.

In jedem Falle müssen auch gegen kriminelle Machenschaften hohe Hürden aufgebaut werden. Einen aktuellen Anlass dafür stellt die im letzten Jahr durch Novartis beobachtete Zunahme sogenannter Spear-Phishing-Versuche dar, bei denen das Corona-Virus erwähnt wurde.

Wie sich die Datenintegrität seines Labors im Einklang mit regulatorischen Anforderungen, differenzierteren Kundenwünschen und etwaigen Hacker-Angriffen sichern lässt, erfährt der Besucher der diesjährigen Ilmac in Basel bei einem gezielten Rundgang über diese wichtige Branchenmesse.

 

Anmerkung zu den Bildern:

Bild 1: Softwareplattformen für verschiedene Tischgeräte und speziell für thermische Analyseverfahren: Unter einem Dach lässt sich die Datenintegrität von der Einzelmessung bis zum umfassenden Dokument für das FDA-Audit sicherstellen. 

Bild 2: Ausgangspunkt Titration: Dank Kooperationen mehrerer Unternehmen lassen sich heute unter anderem auch weitreichende Informationen über Reagenzien ins Protokoll einbinden oder Waagen integrieren. 

Bild 3: Jede Messung produziert über den Messwert hinaus eine Menge Daten; die wollen sensibel behandelt sein – wie hier bei einer Karl-Fischer-Titration auf der Ilmac Basel vor zwei Jahren. 

 

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