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Das neue Selbstbild des Instandhalters

Instandhaltung ist längs nicht mehr nur ein lästiger Kostentreiber, sondern wird vielmehr zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. In Zeiten der Digitalisierung wird sie zum Rückgrat für effiziente Produktionsprozesse.

Auf dem Weg von der Werkshalle in die Chefetage

Die letzten Monate im Zeichen der Pandemie haben auch die Chemie- und Pharmaindustrie durchgeschüttelt. Die Digitalisierung wurde vorangetrieben, Produktionsabläufe umstrukturiert und neue Vertriebswege entwickelt. Vieles wird auch nach der Krise nicht mehr so sein wie früher.

In solchen turbulenten Zeiten überdenken die Betriebe deshalb nicht nur aus Kostengründen noch stärker die Effizienz ihrer Produktionsprozesse. Die Devise ist mit weniger Einsatz mehr zu erreichen und trotzdem ein hohes Qualitätsniveau zu erhalten – ein wichtiger Vorteil im globalen Wettbewerb. In diesem Zuge erhält auch das Thema Instandhaltung einen ganz neuen Stellenwert. Denn so mancher Top-Manager hat erkannt, dass man mit modernen Instandhaltungsmaßnahmen nicht nur Geld sparen, sondern auch den Produktionsprozess optimieren, die Anlagenverfügbarkeit steigern und somit das Betriebsergebnis und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern kann.

Ein Entwicklung, die schon längst überfällig war. Nach Angaben des Branchenverbands FVI – Forum Vision Instandhaltung- macht die Instandhaltung im Schnitt rund 40 % der Betriebskosten aus. Die Marktstudie Asset Manager besagt, dass in Industrienationen ca. 10 %-15 % der Erwerbstätigen mit Instandhaltungs- und Facility Managementaufgaben beschäftigt sind. In Europa stehen also ca. 40-50 Millionen. Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit der Werthaltung von Anlagen, Gebäuden und infrastrukturellen Einrichtungen in Zusammenhang. Die Instandhaltung war also schon immer ein Wirtschaftsfaktor. Jetzt wird sie auch zum Wettbewerbs- und Standortfaktor!

Der Instandhalter - nicht mehr nur der Mann mit der Ölkanne

Die Wahrnehmung des Instandhalters als der Kollege im Blaumann mit der Ölkanne ist überholt. Die Aufgaben der modernen Instandhaltung sind vielmehr die Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit, die Erhöhung der Arbeitssicherheit, die Verbesserung der Maschinen und Prozesse, die Optimierung der Anlageneffizienz und die Sicherung der Kosteneffizienz. Instandhaltung hat also eine Querschnittfunktion im Unternehmen und ist mitentscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb wird Instandhaltung immer mehr zur Chefsache.

Die Instandhaltung ist inzwischen eine High Tech Industrie. Durch moderne Anlagentechnik und durchgängige IT-Strukturen können Produktionsprozesse immer besser ganzheitlich erfasst und gesteuert werden. Klassische, hierarchische Unternehmensstrukturen, in welchen die einzelnen Abteilungen nur durch einzelne Schnittstellen verbunden sind und deshalb der Informationsfluss oft gehemmt wird, werden zu Auslaufmodellen. An ihre Stelle treten flache, durchgängige Strukturen. Die ganzheitliche Steuerung des Produktionsprozesses ermöglicht eine effiziente, ressourcenoptimierte Wertschöpfungskette durch das gesamte Unternehmen. Und federführend hierbei kann wiederum der Instandhaltungsverantwortliche sein.

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