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Das A und O der Pharmalogistik in der Pandemie: Kälte

ILMAC Kurzbericht Nr. 6: Das A und O der Pharmalogistik in der Pandemie: Kälte. Niedrige Temperaturen zu erreichen und über lange Zeiträume zu garantieren, zählt in der Pharmalogistik aktuell zu den überlebenswichtigen Aufgabenstellungen.

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Gekühlt, tiefgekühlt, ultratiefgekühlt

Niedrige Temperaturen zu erreichen und über lange Zeiträume zu garantieren, zählt in der Pharmalogistik aktuell zu den überlebenswichtigen Aufgabenstellungen. Das hat viel Bewegung in den Markt gebracht und eröffnet Chancen weit über die Zeit der Pandemie hinaus.

Die Impfstoffe gegen das Corona-Virus stellen sehr unterschiedliche Anforderungen. Manche benötigen über lange Zeit eine Kühlung auf -70 °C (Biontech/Pfizer), andere kommen mit -20 °C (AstraZeneca) oder sogar mit 2 bis 8 °C aus (Moderna, Johnson & Johnson).

Doch hinter den kühlen Zahlen in Grad Celsius spürt man eine enorme Forschungs- und Entwicklungsleistung. Spezialisten aus der Lebensmittellogistik bieten plötzlich massgeschneiderte Kühlboxen für die Pharmaindustrie mit ihren strengen regulatorischen Anforderungen.

Aktuelle Transportlösungen für die «letzte Meile» umfassen eine aktive elektrische Kühlung, Online-Monitoring-Funktionen und digitale Diebstahlsicherungs-Siegel. Mit Datenloggern lassen sich in Echtzeit Bewegungen und Temperaturstatus, Feuchtigkeit und Neigungen von Kühlboxen nachverfolgen.

Ultrakalte Transportcontainer designt man heute unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz. Insbesondere bei Luftfracht garantieren sie eine definierte konstante Temperatur in der Bandbreite 60 °C bis 80 °C für mehr als 120 Stunden. Bei den globalen Logistikketten von heute stellt dies eine essenzielle Voraussetzung für den Erfolg jeder Impfkampagne dar.

Doch werden wir in Zukunft noch ganz anders arbeiten? Die Antwort lautet ganz entschieden: vielleicht schon! Denn es gibt bereits Ansätze zur dezentralen Impfstoffproduktion unter Einsatz drucktechnischer Verfahren. Dafür wäre die Verfügbarkeit mobiler Reinräume nahe den Impforten und die Versorgung mit den benötigten Ausgangsstoffen sicherzustellen. Das ist auch eine logistische Herausforderung, wenn auch eine ganz andere als bei den derzeitigen Impfkampagnen.

So kommt es für Pharmaindustrie und -logistik darauf an, die aktuellen Anforderungen zu meistern und gleichzeitig bereits den Blick in die Zukunft zu richten. Die diesjährige Ilmac macht die aktuellen Trends erlebbar und bringt alle Partner zum Ideenaustausch in Basel zusammen.

 

Anmerkung zu den Bildern:

Bild 1: Die Logistik von Arzneimitteln steht im Zuge der laufenden Anti-Corona-Impfkampagne im Zentrum des allgemeinen Interesses.


Bild 2–5: Angesichts internationaler pharmazeutischer Lieferketten stellt die Vernetzung von Strasse, Schiene und Luftfracht eine Voraussetzung des Erfolgs der aktuellen Impfkampagne dar.


Bild 6: Kühltransporte rücken in den Mittelpunkt des Interesses – sowohl bei den Fachbesuchern von Branchenmessen wie der Ilmac als auch in der breiten Öffentlichkeit.


Bild 7: Mit Datenlogger von der Abfüllung bis zum Patienten: Temperaturüberwachung auf Produktebene während des gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels mit berührungslosen Auslesemöglichkeiten (Elpro, Buchs/Dividella, Grabs). 

 

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