ILMAC

ILMAC 2013 – Schweizer Marktplatz für Pharma, Chemie, Biotechnologie und Kosmetik

Publiziert am 31.05.2013 von Christine Kern

Während vier Messetagen präsentieren an der ILMAC 1013 im Hallenneubau der Messe Basel, Schweiz, rund 400 in- und ausländische Hersteller von Geräten, Anlagen, Apparaten sowie Anbieter der Informationstechnologie, Spezialitätenchemie, Halbprodukte, Qualitätskontrolle und Validierung ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen. Die ILMAC 2013 umfasst alle Bereiche von Forschung und Entwicklung über Pilotierung und Engineering bis zu Produktion und Entsorgung und bildet damit den gesamten Produktionsablauf in der Prozess- und Labortechnologie ab.

Fokus Pharmaverpackung
Die Primär- und Sekundärverpackung von pharmazeutischen Produkten ist integrierter Teil des Wertschöpfungsprozesses und beinhaltet fachliche Überschneidungen zum Produktionsprozess. Im Fachbereich Pharmaverpackung, der innerhalb der klassischen Prozesstechnik platziert wird, erhalten Anbieter von Pharmaverpackung eine erstklassige Möglichkeit, ihre Anlagen, Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren und können von der Besucherkonzentration aus Pharma und Chemie profitieren.

Wider die Fälschung von Medikamenten
Arzneimittelfälschungen nehmen weltweit zu. Gemäss WHO sind zwischen 10 und 15 % aller Medikamente gefälscht. Sie gefährden die Patienten und verursachen der Pharmaindustrie Ausfälle in Milliardenhöhe. Die Verpackung spielt bei der Sicherheit von Arzneimitteln eine grosse Rolle: Die lückenlose Überwachung einzelner Produkte und deren Nachverfolgung zwischen Herstellung und Abgabe an den Patienten sorgt ebenso für einwandfreie Medikamente wie die Erstöffnungsgarantie.
Diesem wichtigen Thema widmet die ILMAC, Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie, am 25. September 2013 eine Weiterbildungsveranstaltung unter dem Motto ‚Lunch&Learn‘. Sie steht unter dem Patronat des Schweizerischen Verpackungsinstituts SVI.
Die Regulatoren sind weltweit aktiv geworden. So ist 2013 ein neues EU-Gesetz betreffend Arzneimittelfälschungen in Kraft getreten. Dieses schreibt die Serialisierung der Medikamente vor. Ab 2015 soll in ganz Europa kein Produkt mehr ohne Seriennummer ausgeliefert werden.
Flexibilität bei der Kennzeichnung und Verifizierung, Integrierbarkeit in bereits bestehende Systeme und rasche Formatwechsel, ohne die Anlageneffizienz einzuschränken, sind die Herausforderungen an die technischen Lösungen des Track&Trace sowie der Erstöffnungsgarantie. Zur Überprüfung und Verfolgung der Medikamentenverpackung über die gesamte Produktion und Lieferkette hinweg ist zudem ein effektives und transparentes Datenmanagement notwendig.
Die Lunch&Learn-Veranstaltung vom 25. September 2013 richtet sich an alle Besucher der ILMAC, insbesondere an Mitarbeitende der pharmazeutischen Industrie, die sich in ihrem Arbeitsumfeld mit Arzneimittelsicherheit und Verpackungen beschäftigen.

Hygienic Design
Die Konsumenten haben hohe Erwartungen an die Qualität und Sicherheit bei Lebensmitteln und Getränken sowie an deren Haltbarkeit. Die Produzenten müssen diese Anforderungen erfüllen, jedoch auch ihre Kosten optimieren. Zahlen der Lebensmittelkontrolle sprechen Bände: In den letzten Jahren haben sich über 50 % der Beanstandungen auf die Betriebshygiene bezogen. Nur ein umfassendes Hygienekonzept bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln kann all diesen Forderungen gerecht werden. Darin spielt ‚Hygienic Design‘ eine entscheidende Rolle.
Diesem wichtigen Thema widmet die ILMAC, Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie, am 26. September 2013 eine Weiterbildungsveranstaltung unter dem Motto ‚Lunch&Learn‘.
‚Hygienic Design‘ umfasst Gestaltungsprinzipien zur Vermeidung konstruktiver Schwachstellen, welche hygienebedingte Gefährdungen begünstigen. Einwandfrei zu reinigende Bauteile, die richtigen Werkstoffe sowie totraumfreie Installation von Armaturen und Einbauten sind zentral beim ‚Hygienic Design‘. Verschmutzungen dürfen sich nicht festsetzen, sondern müssen leicht entfernbar sein. Nahrungsmittelmaschinen sind so zu konzipieren und zu bauen, dass das Risiko von Verunreinigungen und Infektionen auszuschliessen oder zumindest auf ein akzeptiertes Minimum reduziert ist. Dies hilft, Kosten zu senken und dennoch die maximale Produktequalität zu erreichen.
Die ILMAC Lunch&Learn Veranstaltung gibt Einblick in die wichtigsten gesetzlichen Anforderungen im Bereich des Hygienic Designs und deren Auswirkungen auf Planung, Engineering, Bau sowie Unterhalt und Reinigung von Anlagen der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung. Sie richtet sich an alle Besucher der ILMAC, insbesondere diejenigen, die in der Lebensmitteltechnologie und deren Umfeld tätig sind.

Die Teilnahme ist für ILMAC-Besucher kostenlos.

Downloads

Veröffentlicht unter: